{"id":1159,"date":"2019-03-12T15:33:12","date_gmt":"2019-03-12T15:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/wsm.prolerat.org\/?page_id=1159"},"modified":"2019-03-12T15:33:12","modified_gmt":"2019-03-12T15:33:12","slug":"marktwirtschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worldsocialism.org\/wsm\/marktwirtschaft\/","title":{"rendered":"Marktwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Marktwirtschaft wird hoch gepriesen. Um die Massen\n      einzuschl\u00e4fern, bekommt sie auch noch den Zusatz: soziale\n      Marktwirtschaft. Wie sozial diese Wirtschaft und ihre\n      politischen Vertreter sind, ist zur Zeit bestens zu studieren.\n      Die schamlosen Bez\u00fcge der politischen Leiter in verschiedenen\n      Arbeiter- und Sozialinstitutionen werden zum Anla\u00df genommen, um\n      massiv der Zerschlagung solcher Institutionen das Wort zu\n      reden. Eine willf\u00e4hrige Presse tr\u00e4gt das Ihrige dazu bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben schon aufgezeigt, da\u00df die vielgepriesene\n      Marktwirtschaft gewaltige Schattenseiten hat. Wir berichteten\n      \u00fcber den Organhandel, der durchaus eine gesteigerte Bedeutung\n      in der Marktwirtschaft erlangen wird. Einzig und allein\n      entscheidend f\u00fcr die Marktwirtschaft ist, ob und in welcher\n      H\u00f6he Profite erzielt werden k\u00f6nnen. Diese Einstellung,\n      untrennbar mit der Marktwirtschaft verbunden, f\u00fchrt aber auch\n      zu weltweiten Problemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Agenturmeldungen war zu entnehmen, da\u00df die\n      Nahrungsmittelproduktion noch nie so gro\u00df war wie in unseren\n      Tagen. Dem steht gegen\u00fcber, da\u00df auch noch nie so viele Menschen\n      hungern mu\u00dften wie gerade jetzt. Einer entsprechenden Statistik\n      der Weltbank ist zu entnehmen, da\u00df im Jahre 1990 etwa 1,13\n      Milliarden Menschen st\u00e4ndig vom Hungertod bedroht waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie pa\u00dft das zusammen? Hier Berge von Lebensmitteln, dort\n      Unmassen von Hungernden. Der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis liegt,\n      wie schon aufgezeigt, im System der Marktwirtschaft. Das Ziel\n      aller Bem\u00fchungen in dieser Wirtschaft ist nicht die\n      Befriedigung von Bed\u00fcrfnissen, sondern die Erzielung von\n      Profiten. Diese Sache entspringt nicht aus ethischen,\n      moralischen oder religi\u00f6sen Defekten der Vertreter dieses\n      Systems, sondern ausschlie\u00dflich aus den sachlichen\n      Notwendigkeiten, die das Profitsystem fordert.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis hei\u00dft das: Sind zu viele Lebensmittel auf dem\n      Markt, das hei\u00dft, steht diesen Waren keine zahlungskr\u00e4ftige\n      Nachfrage gegen\u00fcber, dann fallen tendenziell die Preise. Aus\n      diesem Grund &#8220;nimmt man Waren aus dem Markt&#8221;. Das war in den\n      meisten F\u00e4llen durch Vernichtung geschehen. Weil das politisch\n      kein gutes Bild machte, sucht man andere M\u00f6glichkeiten. Dazu\n      geh\u00f6rt das \u00c4ndern des Anbaugutes und auch die absolute\n      Brachlegung riesiger Ackerfl\u00e4chen. Die Agrartechnik bringt es\n      mit sich, da\u00df selbst bei eingeschr\u00e4nkten Anbaufl\u00e4chen immer\n      neue &#8220;Rekorde&#8221; bei den Ernten m\u00f6glich sind. Damit kommt es\n      wieder zu dieser Kette, und die Hungernden werden auf den\n      Bettelweg verwiesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die andere M\u00f6glichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der intensive Ackerbau f\u00fchrt zur Vergiftung der B\u00f6den und in\n      der Folge auch zu empfindlichen Verschlechterungen der\n      Wasserqualit\u00e4t. In unseren Breiten ist man aus vielerlei\n      Gr\u00fcnden gegen diese Entwicklung aufgetreten. Die Last dieser\n      Arbeit liegt meist bei besonderen Gruppen, die auf freiwilliger\n      Basis diesem Unheil Einhalt gebieten wollen. In diesen Komplex\n      geh\u00f6rt auch der Bereich des Alternativ-Anbaues. Da auch auf\n      diesem Gebiet die Wirkungen der Marktwirtschaft un\u00fcbersehbar\n      sind, tut man sich bei der Weiterentwicklung dieser M\u00f6glichkeit\n      sehr schwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungeachtet dieser Dinge gibt es aber auf der Erde ein weit\n      gr\u00f6\u00dferes Problem, das bei uns noch nicht die notwendige\n      Beachtung findet. Jahr f\u00fcr Jahr breiten sich auf unserer Erde\n      die W\u00fcsten aus. Mit diesem Thema haben sich schon etliche\n      Konferenzen befa\u00dft. Die erzielten Resultate sind bescheiden.\n      Das ist auch verst\u00e4ndlich. Hier sind auf weite Sicht keine\n      (oder sogar nie) Profite zu erwarten. Dementsprechend sind die\n      Mittel, die f\u00fcr Gegenma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung gestellt werden,\n      viel zu gering. Abgesehen davon, da\u00df ein Teil dieser Mittel auf\n      dem Wege zum direkten Einsatz versickern, reichen sie in den\n      meisten F\u00e4llen nur dazu, das Tempo der Verw\u00fcstung zu\n      verlangsamen. Von einer Umkehr dieses Prozesses gar nicht zu\n      reden. Experten der UNO haben errechnet, da\u00df man f\u00fcr diese\n      Umkehr mindestens 35.5 Milliarden DM j\u00e4hrlich zur Verf\u00fcgung\n      haben m\u00fcsse. Zur Zeit kann man ungef\u00e4hr 1.4 (!) Milliarden\n      rechnen. Mehr kann die vielgepriesene Marktwirtschaft nicht\n      leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die sozialistische Solidargemeinschaft w\u00e4re das kaum ein\n      Problem. Sie k\u00f6nnte einen Teil jener Industriekraft, die zur\n      Zeit f\u00fcr die Abdeckung milit\u00e4rischer Bed\u00fcrfnisse aller Art\n      ben\u00f6tigt wird, ohne weiteres umlenken. W\u00fcsten liegen vorwiegend\n      in hei\u00dfen Zonen. Ein massiver Einsatz von Solartechnik f\u00fcr den\n      Betrieb von Entsalzungsanlagen und riesige Pumpstationen w\u00e4re\n      schlimmstenfalls eine Frage der Zeit. Millionen von Hektolitern\n      Wasser k\u00f6nnten vor Ort gebracht werden und ein riesiges\n      Rekultivierungsprogramm erm\u00f6glichen. Jeder einzelne neue\n      Grashalm, Strauch oder Baum w\u00e4re ein Gewinn f\u00fcr die ganze Erde.\n      Zus\u00e4tzlicher Sauerstoff und eine allgemeine Klimaverbesserung\n      br\u00e4chten Erleichterung f\u00fcr Millionen Menschen. Es gibt\n      Wissenschafter, die meinen, da\u00df durch verschiedene Vorg\u00e4nge die\n      ungebundenen Wassermassen immer gr\u00f6\u00dfer werden. In dieser\n      Hinsicht w\u00e4re es denkbar, da\u00df das Abpumpen gewaltiger\n      Wassermassen aus den Meeren und ihre Bindung im Festlandkern\n      noch zus\u00e4tzliche g\u00fcnstige Effekte mit sich bringt. Da w\u00e4ren\n      dann die Wissenschaftler gefragt. Leute, die sich heute st\u00e4ndig\n      mit der an sich irrationalen Frage einer Finanzierung\n      herumschlagen und damit wertvolle Zeit totschlagen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz sicher m\u00fc\u00dfte es dann auch den ehrlichen &#8220;Gr\u00fcnen&#8221; klar\n      werden, da\u00df die Rettung der Erde nicht durch ein neues\n      Steuersystem, sondern nur nach einem Umbau unserer\n      Profitgesellschaft m\u00f6glich wird!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Marktwirtschaft wird hoch gepriesen. Um die Massen einzuschl\u00e4fern, bekommt sie auch noch den Zusatz: soziale Marktwirtschaft. Wie sozial diese Wirtschaft und ihre politischen Vertreter sind, ist zur Zeit bestens zu studieren. 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